Inline Skating
In der Vergangenheit hat sich selten eine neue Sportart so durchgesetzt, wie Inline Skating. Mittlerweile haben
mehr Leute eine Skating Ausrüstung bei sich zu Hause, als zum Beispiel einen aufgepumpten Fußball. Zu einer solchen
Ausrüstung gehören neben den rollenden Schuhen ein Schutz für Knie und Ellenbogen, sowie natürlich ein Helm. Das
wär’s schon, mehr braucht man nicht.
Für die erste Fahrt auf dem ungewohnten Untergrund sollte man sich unbedingt einen Begleiter oder eine
Begleiterin mitnehmen. Der Parkplatz vor dem Einkaufszentrum am Sonntag Morgen eignet sich sicher besser als die
Hauptstraße. Der Gehsteig ist so oder so Tabu: Inline Skater, die sich auf dem Verkehrsnetz bewegen gelten laut
Verkehrsgesetz als Fahrzeuge und müssen auf der Straße bleiben. Wenn man sich dennoch auf Gehwegen bewegt, etwa
weil man sich dort sicherer fühlt, kann das Zusammensein mit Fußgängern bei respektvoller Fahrweise sicher auch
funktionieren. Den Skatern allein gehören die Straßen dann, wenn in immer mehr Städten Anlässe stattfinden, bei
denen diese für ein paar Stunden für sie abgeriegelt werden. Wer sich aber ungestört der Sportart widmen will,
begibt sich ohnehin viel lieber auf eine der zahlreichen Skaterbahnen. „Halfpipes“ und andere waghalsig aussehende
Bahnen kann man als Anfänger ignorieren. In diesen Tempeln sind Anfänger genau so willkommen und man muss sich der
bescheidenen Fahrkünste wegen nicht schämen.
Als erstes sollte man sich auf die Dienste der Begleiters verlassen. Hat man keinen solchen dabei, hilft auch
eine Bande. Umfallen gehört übrigens zu den ersten Gehversuchen, davon sollte man sich nicht entmutigen lassen.
Sicher werden sich auf der Piste auch andere Fahrer befinden, denen die erste Schritte noch schwer fallen, oder
erst kürzlich gelernt haben, das Gleichgewicht zu halten. Sich mit diesen auszutauschen bringt jeden Fahrer voran
und wer weiß, vielleicht hilft man sich ja gegenseitig. Wenn man dabei den Spaß hat und das Lachen nicht verlernt,
werden die Fortschritte nicht auf sich warten lassen. Beim Beschleunigen hat sich bewährt, leicht in die Knie zu
gehen. Mit gestreckten Beinen kann man die Balance nur schlecht halten und wird meistens auf dem Allerwertesten
landen. Die Arme sind ebenfalls nur leicht ausgestreckt. Nun ist es das Ziel sich mit dem einen Bein anzuschieben
und auf das andere Bein das Gewicht zu verlegen. Dies wird man am Anfang sicher immer mit dem gleichen Bein
versuchen. Besser wäre, sich von Anfang an daran zu gewöhnen, das Standbein und das Anschieberbein abzuwechseln,
damit werden Verkrampfungen vermieden.
Zu bedenken gilt danach, dass beim Inline Skaten gewisse Muskeln auf ganz ungewohnte Weise belastet werden, was
zu abendlichem Muskelkater führen kann. Lockern Sie die Muskeln wie nach jeder Sportart und denken Sie daran, auch
vor dem Sport ein paar Dehnübungen zu machen, um Zerrungen zu vermeiden.
Mit diesen Tipps steht den ersten Schritten auf den Inline Skates nichts mehr im Wege. Haben Sie sich bis
hierher noch keine schützende Ausrüstung zugelegt, sollte das unbedingt nachgeholt werden. Schon bei langsamer
Fahrt versucht man Stürze oft mit Knien, Händen oder Ellenbogen aufzufangen, was im günstigsten Fall zu Schürfungen
führen wird. Nach manchem Sturz bei schneller Fahrt kann das aber auch zu komplizierten Brüchen führen, die sehr
Schmerzhaft sind. Mit der richtigen Ausrüstung und etwas Durchhaltevermögen, werden sie aber sicher bald zum
eleganten Fahrer.
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