Gesichtswiederherstellung nach Unfall ist etwas für Profis

Völlig zu Unrecht wird die plastische Chirurgie häufig als Gipfel des Körperkults abgetan. Dabei geht es bei dieser medizinischen und chirurgischen Disziplin, die keinen minderen Anspruch auf Seriosität hat als andere medizinische Bereiche, um ungleich mehr als darum, pralle Körbchengrößen, straffe Gesichter und Astralkörper unter das Volk zu bringen. Dennoch hält sich das Vorurteil, dass die plastische Chirurgie in erster Linie reichen, alten Damen ein Facelifting ermöglichen soll.

Gesichtsverletzungen muessen nicht zwingend nachhaltigen Schaden anrichten

Solche und ähnliche Weisheiten sind schnell gesagt, wenn man mit sich selbst und seinem Körper im Reinen ist. Doch wer das Thema mit der gebührenden Ernsthaftigkeit und Offenheit angeht, muss auch der Tatsache Raum geben, dass es Menschen gibt, die mit bestimmten körperlichen Defiziten einfach nur unglücklich sind. Und nicht immer sind diese Defizite selbst verschuldet. Hängende Brüste oder asymmetrische Waden sind nur zwei Beispiele für körperliche Gegebenheiten, die man weder durch Sport noch durch einen geregelten Lebenswandel entfernen kann. Die plastische Chirurgie macht an dieser Stelle das möglich, was ansonsten unmöglich wäre: Sie kann Korrekturen vornehmen. So werden eine schiefe Nase oder ungleich geformte Brüste zu einem Mangel, der sich plötzlich beheben lässt. Andernfalls wären diese körperlichen Gegebenheiten Schicksal. Wenn nun jemand wirklich unglücklich mit seinem Körper ist und die plastische Chirurgie kann auf eine Art und Weise helfen, wie es mit anderen Mitteln undenkbar – oder gar unmöglich – wäre, warum sollte man dies missgönnen? Eine Brustverkleinerung oder das Korrigieren von Unregelmäßigkeiten kann Patienten von körperlichem Unbehagen befreien, das andernfalls (mehr oder weniger) immer präsent sein würde. Schließlich wollen alle Menschen schön aussehen – vor allem in ihren eigenen Augen!

Ein weiterer Punkt, der vor lauter Vorurteilen gegenüber der plastischen Chirurgie gerne unterschlagen wird, besteht darin, dass auch Opfer von Unfällen von ihr profitieren. Oftmals ereignen sich folgenschwere Unfälle bei banalen Gegebenheiten (wie z.B. beim Autofahren oder beim Inline Skating). Dabei können diese Unfälle am Körper deutliche Spuren und Entstellungen hinterlassen. An dieser Stelle bietet die plastische Chirurgie häufig die einzige Möglichkeit, diese Entstellungen weitgehend zu entfernen (im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten). Wenn dann z.B. eine Gesichtswiederherstellung notwendig wird, dann nehmen richtige Profis die Sache in die Hand. Nicht selten handelt es sich dabei um dieselben Leute, deren Arbeit ansonsten gering geschätzt wird, wenn man sie vorschnell mit Vorurteilen abkanzelt. Dabei haben seriöse plastische Chirurgen nur ein Ziel: Sie wollen Menschen dazu verhelfen, dass diese sich in ihrer Haut wieder wohlfühlen können. Leider gibt es immer wieder sogenannte "Schönheitschirurgen", die die gesamte Zunft der plastischen Chirurgie in Verruf bringen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass der Begriff "Schönheitschirurg" keine Qualifikation darstellt und auch nicht voraussetzt. Jeder Chirurg darf sich so nennen, denn der Begriff "Schönheitschirurg" ist nicht geschützt. Der des "plastischen Chirurg" hingegen schon.